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Ausblick 2018

Die Börse hat zum Jahresstart nicht enttäuscht, denn nachdem der deutsche Aktienmarkt Ende 2017 noch unter 13.000 Punkte im DAX abgetaucht war, notiert er nun wieder deutlich darüber. Der US-Aktienmarkt hat in diesem Jahr sogar schon ein neues All-Time-High erreicht.

Für jeden, der Vermögen verwaltet, ist das vor ihm liegende Jahr bekanntlich immer das Schwierigste. Die alles überstrahlende Frage „wie entwickelt sich dieses neue Jahr?“ will beantwortet werden. Was also bringt uns das Jahr 2018?

Auch wenn die große Euphorie zum vergangenen Jahresende ausblieb, hat uns europäische Anleger das Jahr 2017 wieder eine positive Kapitalmarktentwicklung beschert. Für international diversifizierte Portfolios gab es allerdings einen größeren Wermutstropfen, denn Kursgewinne wurden teilweise durch Fremdwährungsverluste aufgefressen. Ende des Jahres mehrten sich dann fragende Stimmen, wie lange denn der Wirtschaftsaufschwung noch andauern würde, denn einen so langen erfolgreichen Zyklus gab es historisch bislang nur selten.

Wir gehen von folgenden Entwicklungen im Jahr 2018 aus: 

1. Zinsen
Die Zinsen werden niedrig bleiben, denn die EZB wird alle Optionen einsetzen, um hochverschuldete Staaten von einer Überschuldung fernzuhalten. Sollten die US-Zinsen ansteigen, wird sofort viel Geld in die USD-Anleihen fließen und dies wiederum wird die Zinsen auch dort weiter am Boden halten. Hauptrisiko für die Niedrigzinsen sind grundsätzlich steigende Inflationsraten. Doch hier haben die letzten Jahre gezeigt, dass die Globalisierung und die Digitalisierung solchen entgegenstehen. Sollte es also zu einem Preisauftrieb kommen, wird in vielen Fällen entweder jemand anderes auf der Welt zu einem günstigeren Preis anbieten oder der teurer werdende Faktor Arbeit würde durch Technik substituiert werden. 

2. Aktien
Die Aktien werden sich weiter gut entwickeln, da die Wirtschaftsdaten in der Breite gut, ja sehr gut sind und tendenziell noch besser werden. Wann will man in Aktien investieren, wenn nicht bei gut laufender Wirtschaft und niedrigen Zinsen? Die oben erwähnte Skepsis gegenüber dem laufenden Wirtschaftszyklus zeigt deutlich, dass wir alles andere als eine Euphorie am Kapitalmarkt haben. Kritisch könnte es nach unserer Auffassung erst dann werden, wenn sich eine euphorische Stimmung entwickeln würde. So sehen wir derzeit keine Gefahren für einen Abbruch dieses Börsenzyklus. 

3. Rohstoffpreise
Die Rohstoffpreise waren noch vor kurzer Zeit sehr niedrig und haben sogar die Rohstoffländer wirtschaftlich bedroht. In der Zwischenzeit wurde diese Talsohle zwar verlassen, teuer sind die Preise aber noch lange nicht. Im Rahmen einer prosperierenden Weltwirtschaft ist hier keinerlei Abwärtspotential zu erwarten, sondern das Preisniveau sollte tendenziell steigen. 

4. Währungen
Der EURO hat sich 2017 gegenüber vielen Währungen stark entwickelt. Auch zum Jahresbeginn hat sich dieser Trend weiter fortgesetzt. Diese Entwicklung basiert unserer Meinung nach auf den Wahlen in Frankreich und anderen positiven Nachrichten für die Europäische Union. Da wir davon überzeugt sind, dass die Probleme innerhalb des EURO‑Raumes früher oder später zurückkehren werden, gehen wir davon aus, dass sich die EURO-Stärke bald wieder reduzieren wird. Dies muss zwar nicht schon in den nächsten Monaten geschehen, für einen Langfrist-Investor ist die Marschrichtung aber klar. Durch die Wahlen in Frankreich wurden zwar wesentliche Impulse für den aktuell starken EURO durch die Politik gesetzt, doch es gibt im Euro-Raum nach wie vor auch erhebliche Gefahren. Eine Problemzone ist Italien mit seinen großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten und seinen Wahlen im März. Aber auch die zähe Regierungsbildung in Deutschland macht die EU momentan keinesfalls stärker. 

5. Sonderthema: Kryptowährungen
Auch wenn wir diese nicht als Anlageklasse sehen, nehmen diese derzeit zu viel Raum in den Medien ein, um darüber hinweg zu gehen. Unsere Skepsis haben wir bereits in einem eigenen Text dargelegt. Der mit den Bitcoins und anderen verbundene Stromverbrauch samt Umweltverschmutzung und gleichzeitig der fehlende Gegenwert hat nichts mit einem nachhaltigen Investment zu tun. Zuletzt wurde dies bestätigt, indem erste Länder wie China aus genau diesen Gründen über ein Verbot selbiger laut nachdenken. Wenn wir diese Kryptowährungen hier erwähnen, dann als Risikofaktor für die Kapitalmärkte; denn ein inzwischen dreistelliges Milliardenvermögen in diesem Markt würde bei einem Platzen der Blase sicher den einen oder anderen Spieler‑ das ist wörtlich zu nehmen ‑ in größere Schwierigkeiten bringen und könnte zu Turbulenzen führen. 

Insgesamt gehen wir optimistisch ins neue Jahr. Wir erwarten uns Vermögenszuwächse und durch ein Ausbleiben von Fremdwährungsverlusten vielleicht sogar höhere Zuwächse als im Vorjahr. Externe Schocks haben wir zwar nicht auf unserer Rechnung, doch diese sind auch nicht zu prognostizieren.

 

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